Mueller Offenburg ist ein spezialisiertes Unternehmen für Stahlkonstruktionen, Tankstellenbau, Komplettbau und Sonderkonstruktionen mit Sitz in Offenburg, Baden-Württemberg. Der Betrieb verbindet langjährige handwerkliche Erfahrung mit normkonformer Planung nach Eurocode 3. Das Leitbild konzentriert sich auf belastbare Konstruktionen, termintreue Umsetzung und dauerhafte Korrosionsschutzsysteme. Standorte in Offenburg, Lahr und Freiburg sichern regionale Fertigungstiefe und kurze Transportwege. Produktionsflächen summieren sich auf mehrere tausend Quadratmeter; dadurch können Projekte von modularen Rohbauten bis zu komplexen, sichtbaren Architekturlösungen realisiert werden.
Die Kernleistung sind tragfähige Stahlkonstruktionen für Industrie, Handel und öffentliche Bauwerke. Im Bereich Tankstellenbau werden vollintegrierte Konzepte umgesetzt, die Funktionalität, Explosionsschutz und Umweltschutz kombinieren. Komplettbauprojekte reichen vom Stahltragwerk über Fassade und Dachkonstruktion bis zur schlüsselfertigen Übergabe mit technischer Ausstattung. Sonderkonstruktionen umfassen frei geformte Architekturelemente, Betriebsbühnen, Edelstahlbehälter und mehrschichtige Hallen, die auf erhöhte Belastungen ausgelegt werden. Branchenspezifische Lösungen berücksichtigen Anforderungen der Mineralölbranche, Logistikzentren und Lebensmittelproduktion.
Tragwerksplanung folgt verbindlich dem Eurocode 3 und spezifischen nationalen Anhängen. Statische Berechnungen werden mit zertifizierten Softwarepaketen erzeugt; Anschlüsse und Schweißnähte werden bis zur Nachweisführung dimensioniert. Werkstoffauswahl orientiert sich an Belastung, Umgebung und Korrosionsklasse. Bei Außenkonstruktionen sind feuerverzinkte Systeme oder Duplex-Beschichtungen Standard. Explosionsschutzkonzepte für Tankstellen berücksichtigen ATEX-Richtlinien und die Anforderungen der deutschen AwSV dort, wo Lagertanks Regen- und Grundwasserschutz berühren.
Fertigung erfolgt in modernen Hallen mit CNC-gesteuerten Brennschneidern, Abkantpressen und robotergestützten Schweißplätzen. Schweißtechnik deckt MIG/MAG, WIG sowie automatische Lichtbogenverfahren ab. Qualitätsmanagement basiert auf ISO 9001:2015, Ausführungsnachweise nach EN 1090-1 und Schweißgüte nach DIN EN ISO 3834. Die Kombination aus Lean-orientierter Produktionssteuerung und qualifizierten Schweißern reduziert Durchlaufzeiten und Ausschuss.
Die folgende Übersicht fasst zentrale Kennzahlen der Standorte und relevante Zertifizierungen zusammen.
| Standort | Produktionsfläche (m²) | Fertigungsstraßen | Schweißplätze (manuell/autom.) | Relevante Zertifikate | Jahreskapazität (t) |
|---|---|---|---|---|---|
| Offenburg | 12.000 | 3 | 6/4 | EN 1090-1 EXC3, DIN EN ISO 3834-2, ISO 9001:2015 | 8.000 |
| Lahr | 6.000 | 1 | 3/1 | EN 1090-1 EXC2, ISO 9001:2015 | 3.000 |
| Freiburg | 3.000 | 1 | 2/0 | ISO 9001:2015 | 1.200 |
Auf der Baustelle werden vorgefertigte Module bevorzugt eingesetzt, um Montagezeiten und Witterungsrisiken zu minimieren. Logistikkonzepte berücksichtigen Transportbreiten der Straßen in Baden-Württemberg und erforderliche Begleitgenehmigungen für Schwertransporte. Baustellenmanagement umfasst Sicherheitspläne nach BetrSichV, regelmäßige Gefährdungsbeurteilungen und ein dokumentiertes Einweisungs- und Schulungsprogramm für alle Monteure. Mobile Krane, Montagegerüste und Hebetechnik gehören zum Standardinventar.
Beim Tankstellenbau stehen funktionale Gestaltung, Betreiberprozesse und strenge Sicherheitsvorgaben im Mittelpunkt. Sicherheitsanforderungen umfassen Explosionsschutz nach ATEX, Lagerbehälterkonforme Abdichtung nach AwSV, sowie betriebssichere Leitungen und Entlüftung. Energieversorgung, Entwässerung und Entlüftung werden in enger Abstimmung mit Fachplanern integriert. Innovative Konzepte berücksichtigen Elektromobilität: Vorinstallation für Ladeinfrastruktur und Raumangebot für Batteriewechsel beziehungsweise Ladeinseln kann mitgeplant werden.
Digitale Entwurfsprozesse sind zentral. 3D-Modelle ermöglichen Kollisionsprüfungen, Mengenermittlung und präzise Fertigungsdaten. Building Information Modeling wird schrittweise implementiert, um Planungsdaten über Projektphasen hinweg konsistent zu halten. Schnittstellen zu Auftraggebern, Fachplanern und Fertigungssystemen erfolgen über standardisierte IFC-Exporte und auftragsbezogene NC-Daten. IoT-Anwendungen für Fertigungsüberwachung erhöhen Transparenz und Rückverfolgbarkeit.

Forschung konzentriert sich auf leichte, hochfeste Stähle und neue Verbindungstechniken, die Materialeinsatz reduzieren. Kooperationen mit regionalen Hochschulen sichern Know-how-Transfer. Nachhaltigkeit wird über Materialeffizienz, Recyclingfähigkeit und energieoptimierte Produktionsprozesse realisiert. Lebenszyklusbetrachtungen begleiten die Baustoffwahl. Ziel ist die Reduktion des CO2-Fußabdrucks durch optimierte Logistik und Energieeffizienz in Hallen.
Im regionalen Markt zeichnet sich eine klare Positionierung durch Spezialisierung auf Tankstellenbau und modulare Komplettbauten ab. Partnerschaften mit Tiefbauern, Haustechnikern und Betreibergesellschaften stärken die Angebotskette. Vertragsmodelle reichen von Festpreisangeboten bis zu Rahmenvereinbarungen für Betreibergesellschaften. Normen, Genehmigungsverfahren und Versicherungsanforderungen werden aktiv begleitet, um Risiken für Auftraggeber zu minimieren. Perspektivisch stehen Ausbau digitaler Services, internationale Ausschreibungen in Nachbarländern und die Entwicklung neuer Leichtbaukonzepte im Fokus, um die Visionen aus Stahl zukunftssicher umzusetzen.